
Wer heute im Profimotorsport bestehen will, muss körperlich fit sein und sein Arbeitsgerät beherrschen. Aus diesem Grund fördert sie Deutsche Post mit der Speed Academy schon seit vielen Jahren junge, aufstrebende Nachwuchstalente im Motorsport mit einem ganz speziellen Förderprogramm, das weit über das Rennen fahren hinaus geht. Aus diesem Förderkader stammen auch Motorsportler die es unter anderem auch dadurch nach ganz oben geschafft haben.
Timo Glock (Formel 1), Adrian Sutil (Formel 1), Nico Hülkenberg (Formel 1 Testfahrer), Christian Vietoris (GP2 und DTM) und Maro Engel (DTM) haben alle dieses Förderprogramm durchlaufen und sind heute ganz oben angekommen. Dieses Jahr sind sieben Kandidaten in der Motorsportnachwuchsförderung der Deutschen Post. Hier fand ein Workshop zum Thema „nachhaltige Leistungsfähigkeit“ statt, bei dem auch das BlackTusk RacingTeam zum Einsatz kam.
Mario Farnbacher, Maximilian Sandritter, Niklas Brinkmann, Pascal Wehrlein und Jann Hendrik Ubben reisten hierzu drei Tage ins schwäbische Kusterdingen. Zu ihnen gesellten sich mit Christian Riedemann und Jason Kremer zwei Teilnehmer des Kooperationspartners ADAC Stiftung Sport. Auf dem Programm in den Räumen des Sporternährungsspezialisten Ultra Sports stand neben mehreren Theoriesitzungen natürlich auch ein praktischer Teil: Im Bikepark Gomaringen musste sich der ambitionierte Rennfahrer-Nachwuchs auf dem Mountainbike verschiedenen Geschicklichkeits- und Ausdauerübungen stellen.
Fitness-Experte und Mentaltrainer Gernot Emberger von Emberger hpc brachte den Kandidaten in mehreren Workshops näher, wie sie ihre Leistungsressourcen richtig abrufen können. Dabei ist nicht nur das Rennen selbst entscheidend. Deshalb erklärte Gernot Emberger, der auch in der Formel 1 beratend zur Seite steht, auch, wie sich Rennfahrer auf ein Rennwochenende hinsichtlich Erholung und Ernährung optimal vorbereiten.
Der praktische Test im Bikepark Gomaringen stellte die Kandidaten dann auf eine harte Probe. Bei 36 Grad im Schatten konnten die äußeren Bedingungen am bislang heißesten Tag des Jahres nicht härter sein. Die Rider René Tann und Torsten Marx vom BlackTusk RacingTeam vermittelten den Nachwuchssportler die Grundlagen des Mountainbikings auf superleichten Germina SXC Carbon Bikes, denn Renngeräten der Profis. Sie schulten die Koordination mit Übungen auf den Bikes, oder auch mit Fahrten über Wellenbahnen und kleinen Sprüngen. Parallelen zum Motorsport konnten bei der richtigen Kurventechnik gezogen werden. Ein Staffelrennen sollte schließlich klären: Sind die Jungs überfordert? Wo haben sie Defizite? Wie verlief die Regeneration zwischen den Belastungsphasen?
Um diese Fragen besser beantworten zu können, stand das Team von Black Tusk, den Spezialisten für Trainingsdokumentation, -analyse und -kontrolle, mit seinem gleichnamigen High-tech System zur Seite. Mittels eines Puls-Brustgurtes wurde die Herzfrequenzvariabilität unter Last und in Erholungsphasen gemessen, an ein mitgeführtes Handy gefunkt und mit der GPS Position gespeichert. Am Ende des Tages wurden diese Daten wurden von Johann Krocza, Vorstand der Black Tusk AG ausgelesen und vom wissenschaftlichen Berater, dem Sportwissenschaftler Dr. Ronald Burger von Uni Mainz, analysiert und bewertet. So konnten Stärken und Schwächen der Teilnehmer in verschiedenen Situationen erkannt und mögliche Trainingsansätze besprochen werden.
Das mittelfristige Ziel liegt nun darin, das Black Tusk Analyse System mit Live Tracking auch im Rennauto einzusetzen und den Speed-Akademikern damit zu helfen, an den richtigen „Stellschrauben“ ihres Körpers zu drehen – damit auch die zweite Saison-Hälfte mit optimalem Leistungseinsatz angegangen wird. Deshalb fand am vergangenen Wochenende beim Rennen zu der ADAC-GT-Masters-Meisterschaft auf dem Red-Bull-Ring in Österreich ein erster Test statt. Dort stattete BlackTusk den Förderkandidaten Christopher Mies und seinen Partner Lucas Ludwig mit dem System aus. Es wurden alle körperlichen Daten während der Renn- und Erholungsphase aufgezeichnet und zur wissenschaftlichen Auswertung an BlackTusk übergeben.
Der komplette Workshop wurde von einem Kamerateam verfolgt und auf Sky (ehemals Premiere) ausgestrahlt.