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AKTUELLES MADE IN GERMINA

16.06.2010 - Totalausfall bei Bundesligarennen in Albstadt

Kurzer Auftritt für das Thüringer Germina-Team 

Beim dritten Lauf zur Mountainbike-Bundesliga im schwäbischen Albstadt kommt für René Tann und Andy Römhild bereits nach zwei von sieben Runden das vorzeitige Aus.


Mit großen Hoffnungen waren die beiden Südthüringer Mountainbiker René Tann


(Suhl) und Andy Römhild (Trusetal) vom Team Germina aus Unterschönau gemeinsam nach Albstadt bei Sigmaringen gereist. Während für den 24-jährigen René Tann endlich seine Pechphase überwinden wollte, stand für den gleichaltrigen Andy Römhild zunächst einmal eine Positionsbestimmung im Vordergrund; fast zwei Jahre lang hatte der Qualitätskontrolleur kein Bundesliga-Rennen mehr bestritten: „Einen Monat vor der Deutschen Meisterschaft wollte ich wissen, wo ich stehe.“ Sportsoldat René Tann wollte in Albstadt endlich wieder einmal punkten. Doch beide kamen über die zweite Runde in dem auf sieben Runden angesetzten Rennen in der Zollernalb nicht hinaus. Während Tann „nur“ mit einem abgerissenen Schaltwerk zu kämpfen hatte – das nichtsdestotrotz das vorzeitige Aus bedeutete –, schlug sich Römhild bei einem Sturz bereits in der ersten Runde hart am Knie kann. „Zwar musste die Platzwunde nicht genäht werden, aber jetzt muss ich mit einem Kühlakku rumlaufen“, so der 24-jährige, der in den nächsten Tagen auch nicht mehr trainieren kann: „Ich werde es mal zuhause auf der Rolle versuchen.“ Römhild war in einer rutschigen Abfahrt weggerutscht und unglücklich


gestürzt: „Es war sehr eng, und viele Fahrer waren schon abgestiegen, um zu laufen. Ich sah in eine Lücke in der Mitte und versuchte, da durchzukommen“, berichtete Römhild nach dem Rennen der Hors Category (HC), der höchsten Rennstatus unterhalb des Weltcups. Doch der Versuch scheiterte, sein Vorderrad rutschte auf dem durch den Regen schmierig gewordenen Boden weg.


Römhild achtete zunächst gar nicht auf den Schmerz, rappelte sich wieder auf und fuhr weiter. „Als ich dann in der zweiten Runde wegen des klebrigen Matsches auch noch Probleme mit der Schaltung bekam, musste ich absteigen und das Schaltwerk reinigen – dabei habe ich mir auch mein Knie angeschaut, das aus einer Platzwunde blutete. Da habe ich entschieden, es heute lieber sein zu lassen.“ Diese Entscheidungsfreiheit hatte sein Vereinskollege vom 1. MTB-Club Suhl nicht: René Tann riss sich sein mit Matsch und Gras zugesetztes Schaltwerk am höchsten Punkt der Strecke ab, als er nach einem absichtlich verhaltenem Start längst den Vorwärtsgang einlegt hatte und sich schon wieder auf dem 18. Platz befand. „Das ist natürlich ärgerlich, denn die Beine haben sich endlich wieder richtig super angefühlt“, so der Nationalfahrer. „Heute hätte ich auch endlich wieder Weltranglistenpunkte holen können. Nach all den gesundheitlichen Problemen habe ich endlich wieder die Power gehabt, vorne mitzufahren. Und dann das …“ Doch René Tann will sich nicht entmutigen lassen: „Irgendwann muss doch der Knoten platzen und die Pechsträhne reißen!“ Deswegen will er am kommenden Wochenende in Windhaag in Österreich starten, unweit von Langenlois, wo er im Frühjahr als Zweitplatzierter seinen letzten großen Erfolg feiern konnte. Gemeinsam wollen die beiden Germina-Fahrer im Juli wieder antreten, dann bei der Deutschen Meisterschaft in Bad Salzdetfurth bei Hildesheim.


Bilder finden sie hier.


 Text: Armin M. Küstenbrück


 Photos: Armin M. Küstenbrück