05.06.2011 - Deutsche Meisterschaft Cross Country in Albstadt
Albstadt MTB Classic: Beck-Sieg, Reiser-Podest und zwei mal Top 10
Wenn mehrere tausend Zuschauer an der Strecke den Lärmpegel erhöhen und die Fahrer nach oben brüllen, ist das Mountainbike-Sport in Albstadt pur. Steffen Beck wusste dies bereits am Samstag beim Kurzmarathon über 23 Kilometer für sich zu nutzen: er siegte im Sprint fürs BlackTusk Racing Team. Teamkollege Marcel Reiser hatte im Zielsprint über 46 Kilometer das Nachsehen und wurde Zweiter. Rene Tann und Torsten Marx waren mit den Rängen 6 und 7 bei der Deutschen Cross-Country-Meisterschaft zufrieden. Marcel Reiser fuhr dort auf den guten 22.Rang.
Top 5 war das Ziel – nur sehr knapp wurde es verpasst. Rene Tann und Torsten Marx wussten nicht so recht, ob sie nun enttäuscht oder zufrieden sein sollten nach dem Rennen um die Deutsche Cross Country Meisterschaft in Albstadt. Tann wurde am Ende 6., einen Rang vor Teamkollege Marx. „Kurz nach dem Start in der Beschleunigungsphase rutschte ich aus dem Pedal und verlor viele Plätze, die ich aber schon im ersten Anstieg wieder gutmachen konnte“, so der Hechinger, der dann schnell auf rang 10 lag und sich im zweiten Umlauf auf Position 7 vorschob. Diesen Platz hielt er bis zum Ende und war – auch weil ihm Krämpfe gegen Ende des Rennens gehörig zu schaffen machten – mit dem Erreichten durchaus zufrieden. „Tolle Kulisse, viele Zuschauer, die uns anfeuerten – das war super“, so Marx.
Auch sein Teamkollege Rene Tann war nicht ganz unzufrieden mit seinem sechsten Rang: „Ich bin gut weggekommen am Start und war die erste Runde am Anstieg an Rang 4. Ich bin aber von Anfang an meinen Rhythmus, um nicht zu überziehen, wollte aber dennoch in Reichweite der der fünften Position zu bleiben, um noch mit eingreifen zu können. Allerdings fühlte sich das Ganze am Berg nicht so gut an, ich bin einfach noch nicht in Top Form an den Steigungen. Und ich muss mit Rang 6 zufrieden sein“, so der Suhler, der ebenfalls die grandiose Stimmung an der Strecke nochmals hervorhob. Steffen Beck konnte davon auch ein Lied singen. Der Nachwuchsathlet nutze den Heimvorteil am Samstag beim Marathon über 23 Kilometer und gewann das Rennen im Zielsprint einer 5-Mann-Gruppe. „ich wusste, dass ich im Zielsprint sehr stark bin und habe ich auf diesen verlassen. Dass ich die Strecke auswendig kannte, war ein großer Vorteil. Ich bin glücklich hier zu Hause gewonnen zu haben“, so Beck.
Marcel Reiser durfte mit seiner Doppel-Funktion als Marathon- und Cross-Country-Protagonist am Ende ebenfalls mehr als zufrieden sein. Am Samstag über die 46 Kilometer hatte Sascha Heinke vom UCI Trade Team Firebike im Sprint die Nase vorn und verwies Reiser auf Rang 2. „Ich musste es auf einen Sprint ankommen lassen, dass ich da den Kürzeren ziehe, damit kann ich leben. Podest ist top“, so Reiser, der aber auch am Sonntag eine sehr ansprechende Leistung bei den Profis zeigte. Nach einem Pedalfehler am Start fast als Letzter in die Startrunde gegangen, pflügte der Tieringer durchs Feld und wurde am Ende mit Rang 22 belohnt. „Das war eines meiner besten – wenn nicht das Beste – Cross-Country Rennen – und das daheim, ich bin vollauf zufrieden, es geht alles in die richtige Richtung“, kommentierte Reiser.